"Edison Pearls"

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Unter dem Namen „Edison Pearls“ waren in Tucson neue Zuchtperlen aus China zu sehen, die durch ihre Größe, Form und Farbe Aufsehen erregten. Zwei amerikanische Anbieter, Betty Sue King von King’s Ransom und Jack Lynch von Sea Hunt Pearls zeigten die Perlen, die erst im Januar 2012 vom Unternehmen Grace Pearls in der chinesi-schen Perlenmetropole Zhuji im Rahmen einer großen Verkaufsauktion vorgestellt worden waren.

Foto: Elisabeth Strack. Quelle: Sea Hunt Pearls.

Die Größe der „Edison Pearls“ liegt im Bereich von 12 bis 18mm, die vorherrschenden Formen sind rund bis annähernd rund, bei den Farben dominieren Violett- und Lilatöne. Orange- und Bronzetöne treten auch auf. Die Oberflächen zeigen bei ausgeprägtem Lüster eher geringe Wachstumsmerkmale.

 

Der chinesische Markführer Grace Pearls hat den Markennamen „Edison Pearls“ zu Ehren von Thomas Alva Edison gewählt, dem noch heute in China und Japan eine große Ehrerbietung entgegenschlägt.

 

Das Zuchtverfahren entspricht der Methode, die im japanischen Biwa-See bereits in den frühen 1920er Jahren und den 1980er Jahren ausprobiert wurde und spätestens seit den 1990er Jahren im Kasumigaura-See in Japan verwendet wird. Ein durchbohrter Kern aus amerikanischem Süßwasserperlmutt wird mit Hilfe einer speziellen Nadel in den inneren Weichkörper der Muschel eingeführt, und zwar zusammen mit einem winzigen Stückchen Mantelgewebe, das aus einer Gebermuschel stammt. Im Kasumigaura-See wurde eigens für die Perlzucht eine Kreuzung der chinesischen Süßwassermuschel Hyriopsis cumingii und der japanischen Hyriopsis schlegeliientwickelt.

 

Es musste bereits seit einigen Jahren gemutmaßt werden, daß das japanische Zuchtverfahren mit gebohrtem Kern unter Verwendung von Muschelkreuzungen auch nach China gelangt ist. Spätestens im Februar 2008 erschienen „Kasumigaura-Perlen“ in mittleren bis unteren Qualitäten auf dem Markt, die aus China stammten.

 

Es ist zu befürchten, daß die neuen „Edison Pearls“ mit feinen Qualitäten aus dem Kasumigaura-See verwechselt werden könnten, deren Preise in einer deutlich höheren Größenordnung liegen. Die deutsch-japanischen Firma Perlen-Yukie hat bereits vor Jahren die Gefahr vorausgesehen. Eine 2006 bei der Universität Mainz in Auftrag gegebene Studie zur Bestimmung der Herkunft von Süßwasserzuchtperlen mit Laser Ablations ICP-MS (Inductively Coupled Plasma Mass Spectrometry) hat gezeigt, daß Perlen aus dem Kasumigaura-See niedrigere und weniger variable Barium/Strontium – Verhältnisse zeigten.

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